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Schwellungen behandeln – Von Lymphdrainage bis Priessnitz-Wickel

Therapeutische Möglichkeiten – wie behandeln

Behandeln mit Manuelle Lymphdrainage (MLD):

  • Sanfte Handgriffe lösen zuerst die Lymphknoten („Stau auf der Kreuzung“), dann wird die Flüssigkeit langsam „weggeleitet“.

  • Eine apparative Lymphdrainage ist möglich, aber ohne vorherige manuelle Entlastung der Lymphknoten weniger wirksam.

  • Physiotherapeut:innen wissen, welche Bereiche zu welchen „Lymphbecken“ gehören und in welche Richtung gearbeitet werden muss.

Weitere Hilfen durch Physiotherapie:

  • Spezielle Grifftechniken, Mobilisation, Tapes (Kinesiotape, Crosstape) zur Unterstützung des Lymphflusses.

Was Sie selbst tun können

  • Bewegung: Aktivierte Muskeln wirken wie eine Pumpe und fördern den Lymphfluss.

  • Hochlagern: In Ruhephasen Beine/Arme hochlegen, damit die Schwerkraft hilft.

  • Druck vermeiden: Keine engen Gummibänder, Armbänder oder zu enge Sockenbündchen.

  • Kompression nutzen: Kompressionsstrümpfe können bei Beinödemen hilfreich sein – vorher ärztlich oder physiotherapeutisch abklären lassen.

  • Ausreichend trinken: Ungesüßte, kohlensäurearme Flüssigkeiten unterstützen den Flüssigkeitshaushalt.

  • Salz reduzieren: Weniger Natrium = weniger Wassereinlagerung.

  • Eiweiß zuführen: Ein zu niedriger Albuminwert kann Schwellungen begünstigen – achten Sie auf ausreichend Proteine in der Ernährung.

  • Rauchstopp & moderater Alkoholkonsum: Rauchen und Alkohol verschlechtern die Durchblutung und Heilung.

  • Medikamente & Naturheilmittel: Es gibt rezeptfreie Präparate (z. B. Aescin) oder Kräutertees. Lassen Sie sich in Apotheke oder Arztpraxis beraten.

 Priessnitz-Wickel – So geht’s

Der Priessnitz-Wickel ist ein kostenloses, einfaches Hausmittel gegen lokale Schwellungen und Schmerzen.

Anleitung:

  1. Erste Schicht: Kaltes, nasses Tuch (auswringen) auf die geschwollene Stelle legen.

  2. Zweite Schicht: Ein isolierendes Material (z. B. Plastikfolie) darüber.

  3. Dritte Schicht: Ein trockenes Tuch zum Fixieren.

Wirkung in drei Phasen:

  • Hypotherme Phase: Gefäße ziehen sich durch die Kälte zusammen.

  • Isotherme Phase: Temperatur gleicht sich an – Gefäße beginnen sich zu erweitern.

  • Hypertherme Phase: Packung wärmt sich auf, Gefäße weiten sich stärker – die Flüssigkeitszirkulation verbessert sich.

Einsatzgebiete:

  • Nach Verstauchungen, Zerrungen, orthopädischen OPs.

  • Bei Schmerzen, Schwellungen, Halsschmerzen, Reizhusten, Fieber u. ä.

Dauer:

  • Wickel anlegen, bis er sich aufwärmt. Danach eine Pause in gleicher Länge einlegen.

  • Den Vorgang 2–3 Mal wiederholen.