Aquarellillustration: ältere Frau geht aktiv mit Arthrose im Knie

Arthrose: Wie Bewegung und Physiotherapie im Alltag helfen

Aquarellillustration: Frau mit Kniearthrose steht von einem Stuhl auf

Was ist Arthrose?

Arthrose ist eine Erkrankung des gesamten Gelenks. Neben dem Knorpel können auch Knochen, Gelenkinnenhaut, Muskeln und Bänder beteiligt sein. Häufig betroffen sind Knie, Hüfte und Hände. Wie stark ein Gelenk auf einem Röntgenbild verändert aussieht, sagt allein noch wenig darüber aus, wie stark die Beschwerden im Alltag sind.

Arthrose kann sich beim Gehen, Treppensteigen oder nach längerem Sitzen bemerkbar machen. Viele Menschen werden dann vorsichtig und bewegen sich weniger. Dabei gehört eine passend dosierte, regelmässige Bewegung zu den wichtigsten Massnahmen, um Beschwerden zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern.

Typische Beschwerden

Häufig sind belastungsabhängige Schmerzen, Steifigkeit nach Ruhephasen und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Manche Tage sind besser als andere. Deshalb lohnt es sich, die eigene Belastbarkeit zu beobachten und Aktivitäten an die aktuelle Situation anzupassen, ohne das Gelenk dauerhaft zu schonen.

Warum Bewegung hilft

Gezieltes Training stärkt die Muskulatur rund um das Gelenk und kann Beweglichkeit, Sicherheit und Ausdauer verbessern. Leitlinien empfehlen bei Arthrose ein individuell angepasstes Übungsprogramm. Zu Beginn kann ein ungewohnter Trainingsreiz vorübergehend Beschwerden auslösen. Entscheidend sind eine passende Dosierung, eine schrittweise Steigerung und Regelmässigkeit.

Welche Aktivitäten eignen sich?

  • Krafttraining: Übungen für die Muskulatur rund um das betroffene Gelenk, angepasst an Kraft und Beschwerden.
  • Ausdauerbewegung: beispielsweise Gehen, Velofahren oder Bewegung im Wasser – wählen Sie eine Aktivität, die Sie gut in Ihren Alltag einbauen können.
  • Beweglichkeit und Gleichgewicht: sanfte Bewegungen und Koordinationsübungen ergänzen das Training.

Beginnen Sie mit einem Umfang, der gut machbar ist. Steigern Sie Dauer und Intensität nach und nach. Wenn Schmerzen deutlich zunehmen oder nach einer Belastung länger anhalten, passen Sie das Programm an und lassen Sie sich beraten.

Wie Physiotherapie unterstützen kann

In der Physiotherapie stehen Ihre Ziele im Mittelpunkt: etwa wieder leichter Treppen steigen, längere Wege gehen oder sicher trainieren. Nach einer Untersuchung kann ein persönlicher Plan aus Kräftigung, Ausdauer und funktionellen Übungen entstehen. Sie lernen, Belastung sinnvoll zu steuern und Übungen selbstständig fortzuführen. Bei Bedarf werden auch Hilfsmittel und Anpassungen im Alltag besprochen.

Was Sie zusätzlich tun können

Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme besonders bei Knie- und Hüftarthrose Beschwerden verringern. Auch gut passende Schuhe oder eine Gehhilfe können im Einzelfall entlasten. Welche Massnahmen sinnvoll sind, hängt von Ihren Beschwerden, Zielen und weiteren Erkrankungen ab.

Wann sollten Sie Beschwerden ärztlich abklären lassen?

Lassen Sie neue oder rasch zunehmende Gelenkbeschwerden beurteilen – insbesondere, wenn das Gelenk stark gerötet, überwärmt oder geschwollen ist, Fieber hinzukommt oder Sie nach einer Verletzung kaum auftreten können. Solche Zeichen sollten nicht vorschnell einer Arthrose zugeschrieben werden.

Aktiv bleiben – mit einem Plan, der zu Ihnen passt

Arthrose bedeutet nicht, auf Bewegung verzichten zu müssen. Ein realistischer Trainingsplan und fachliche Begleitung können helfen, wieder Vertrauen in das Gelenk zu gewinnen. Das Team von alSa Rehab in Solothurn unterstützt Sie dabei, passende Schritte für Ihren Alltag zu finden.

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Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine persönliche medizinische Beurteilung.